Vattenfall steigt aus Liberia-Holzprojekt aus

Der lange Kampf gegen die (Mit-)Verbrennung von importiertem Holz hat zu
einem ersten Erfolg geführt!

Dass Vattenfall wirtschaftliche Probleme nennt, überzeugt angesichts
der (im Weltmarktvergleich) Dumpingpreise aus Liberia kaum. Konflikte im
Land um die Holzexporte, über die auch die Studie der niederländischen
NGO SOMO berichtete, dürften ausschlaggebend sein. Daten zum wirklich
anzunehmenden, dramatisch hohen Brennholzbedarf überall in Afrika hatte
ich gestern, und Michael berechnungen vor einer Woche, rundgesendet.

Der Import aus Kanada ist aus ökologischen Gründen höchst problematisch.
Greenpeace Kanada schlug bereits letztes Jahr mit einer Studie zum
Raubbau an Holz für Energiezwecke Alarm. Den link zu dieser Studie hatte
ich mehrfach rundgesendet. Ein besonderer Skandal ist, dass sich
gloßflächige Waldzerstörung in kanada mit der Förderung von Ölsanden
verbindet. Wenn Vattenfall tatsächlich von dort importieren will, werden
wohl wohl “auf die Barrikaden gehen” müssen.

Energietisch Berlin

Am 06. März 12 startet der Berliner Energietisch ein Volksbegehren zur
Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung.

Wesentliche Ziele des Volksbegehrens, das 20000
Unterschriften für den Gesetzentwurf (siehe Anhang) bis zum 25.06.12 sammeln
möchte, sind:

  • das Errichten von Stadtwerken als AöR, um
    Energieeinsparmöglichkeiten zu nutzen und Strom aus erneuerbaren Energien zu
    erzeugen
  • das Errichten einer Netzgesellschaft als AöR, um die
    Stromnetze zum 01. Januar 2015 zu übernehmen
  • das Vermeiden von Energiearmut
  • die Schaffung von Beteiligungsmöglichkeiten durch
    Direktwahl des Verwaltungsrates, Initiativrecht und Versammlungen

Weitere Infos unter: http://berliner-energietisch.net/

Das erfolgreiche Volksbegehren führt ggf. zum Volksentscheid.
(Verfassung von Berlin, Art. 62, 63)

Leserbrief an die TAZ

Feuerzeit am Ende

Der TAZ Artikel berührt die
Vattenfall Planung, inmitten von Berlin künftig Importholz zu verfeuern. Damit
wir Berliner es schön warm haben.
Und dieses Holz soll lt.
Vattenfall u.a. aus Liberia kommen, einer der ärmsten Gegenden der Welt, in der
die Bewohner sich oftmals kaum die lokal produzierte Holzkohle leisten können.
Oder auch aus Übersee und aus Sibirien, in dem die Bäume hunderte von Jahren
zum Wachsen benötigen.

Untermauert mit
Prüfzertifikaten über Sozialverträglichkeit, soll dies dann auch die Berliner
GRÜNE Seele zufrieden stellen.
Als ob eine Holzverbrennung in großen Stile und mitten
in Berlin keine CO2 Emissionen verursacht. Insofern ist auch das
Klimaschutzabkommen Senat — Vattenfall aus 2009 auf unlauteren Füßen
gebaut.

Was soll solch
Energie- Imperialismus? Wir denken, solch Steinzeit-Denken muss der
Vergangenheit angehören.
Warum denken wir als gebildete Nation nicht weiter und über
unseren CO2-Schatten hinaus? Das Zeitalter der Feuerplätze sollte vorüber sein.
Anstatt um großformatige Wärmeproduktion geht es jetzt um Wärme Einsparung.
Rot-Schwarz und Vattenfall, wacht endlich auf!

Jürgen Laue
Dipl.-Ing.

Sprecher der
Interessengemeinschaft
Saubere Energie

Umweltinstitut München kritisiert polnisches Atomenergieprogramm: Umweltbericht verstößt gegen EU-Recht

Das Umweltinstitut München kommt in seiner Stellungnahme zum polnischen Atomenergieprogramm zu einem vernichtenden Schluss: Die vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie ist veraltet, unvollständig, in weiten Teilen falsch und verstößt gegen EU-Recht.„Es ist unglaublich, wie verharmlosend die Risiken der Atomenergie abgetan werden. Gefahren für Mensch und Umwelt werden negiert, als ob es Tschernobyl und Fukushima nie gegeben hätte“, empört sich Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München, über den vorgelegten Umweltbericht zum geplanten polnischen Atomenergieprogramm.

Das Umweltinstitut bezieht heute im Rahmen der grenzüberschreitenden Strategischen Umweltprüfung (SUP) offiziell Stellung. Bereits im Vorfeld haben rund 25.000 Bürgerinnen und Bürger eine vom Umweltinstitut erstellte Muster-Stellungnahme unterzeichnet.

In dem völlig unzureichenden Umweltbericht wird der Einstieg in die Atomtechnik fälschlicherweise als einzig mögliche Lösung für Polens Energie- bzw. Klimaprobleme präsentiert. Zudem verstößt er gegen geltendes EU-Recht, wie Karin Wurzbacher, Physikerin im Umweltinstitut München, kritisiert: „Die Autoren machten sich nicht einmal die Mühe, die Vorgaben der EU zu erfüllen. So werden die Alternativen, wichtiger Bestandteil einer SUP, nur am Rande erwähnt, und das nicht etwa vergleichend, sondern faktisch als zu teuer und zu wenig wirksam dargestellt.“ Dagegen würden die potenziellen neuen Atomreaktortypen, für die es nirgendwo in der Welt Betriebserfahrungen oder Risikostudien gibt, als kostengünstig, sauber und klimaschützend gepriesen.

Harald Nestler, Vorstand im Umweltinstitut München, ruft alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme am SUP-Verfahren auf. Noch bis zum 4. Januar 2012 kann man auf www.umweltinstitut.org eine Muster-Stellungnahme per E-Mail an die polnischen Verantwortlichen schicken. „Je mehr Menschen sich an der Aktion beteiligen, desto deutlicher wird die Ablehnung der Atomkraft. Wir hoffen, dass die Menschen in Polen nicht wie wir in den 50er und 60er Jahren auf die Rattenfänger der Atomlobby hereinfallen“, so Nestler.

Hintergrundinfos: Hier finden Sie die ausführliche Stellungnahme des Umweltinstitut München e.V. www.umweltinstitut.org/download/radi/Stellungnahme_Polen.pdf Hier finden Sie die Onlineaktion des Umweltinstitut München e.V. : umweltinstitut.org/akw-polen Informationen und die entsprechenden Bekanntmachungen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/47821.php Rückfragen gerne an: Umweltinstitut München e.V. Christina Hacker, Karin Wurzbacher, Harald Nestler radioaktivitaet@umweltinstitut.org Tel. (089) 30 77 49–0

Das schönste Weihnachtsgeschenk 2011: Schluss mit Vattenfall!

Schluss mit der weiteren CO2 Verseuchung durch die Vattenfall
Braunkohle- und Steinkohle-Kraftwerke! Schluss mit der kriminellen
Atomenergie!

Gönnen sie sich sauberen Strom, aus erneuerbaren Techniken.
Schreiben sie ihre Kündigung an die Vattenfall Berlin, mit offenem 
Brief – damit treffen sie ins Mark. Motivieren sie ihre Freunde und 
Nachbarn zum gleichen Schritt.

Alles ganz einfach: Kurz den Antrag an einen sauberen Energieträger
ausfüllen – den Rest erledigt dieser.

FÜR EINE BESSERE WELT!
Alle Infos dazu auf: www.atomausstieg-selbermachen.de